"Kultur und Schule" Projekte für Grundschulen

Achtung Aliens

Ein Theaterprojekt mit Figuren.

Wir denken uns verschiedene Planeten, mit sehr unterschiedlichen Bewohnern und Gesellschaftssystemen, aus. Mit anderen Essgewohnheiten, anderer Musik, anderen Umgangsformen, anderen Arten der Fortbewegung, usw.
Wir bauen Figuren und Landschaften, schreiben Texte, bauen Requisiten und Raumschiffe.
Wir machen viele Improspiele und erfinden eine Sprache für die Bewohner unserer Planeten.
Wir improvisieren ihre Gesänge und Festlichkeiten.
Wenn die verschiedenen Gruppen ihren Planeten fertig haben, treffen sich die Aliens bei einem
großen Fest, wo jeder Planet in einer Show seinen Heimatplaneten mit einer Musik- und Tanzeinlage vertritt und eines seiner Nationalgerichte vorstellt. Wir finden heraus auf welche Weise die Andersartigkeit der Anderen unseren Planeten bereichern kann.

Es können 12 Kinder an einem Workshop teilnehmen.
Der Workshop läuft über ein Halbjahr. Nach einem Halbjahr können 12 andere Kinder teilnehmen.
Der Workshop ist geeignet für Kinder ab dem 3. Schuljahr.


Herr Wortschatz und Frau Stimmwunder

In diesem Projekt untersuchen wir wie wichtig die Sprache in unserem Leben ist.
Wir erforschen was Sprache bewirkt, wie sie am besten eingesetzt wird, welche Vorteile sie bringt. Was ist ein Wortschatz, und wie setzt man ihn am besten ein? Reicht es die Wörter zu kennen, oder ist es auch wichtig sie deutlich und verständlich aussprechen zu können?
Wir entdecken, wie wichtig es uns ist verstanden zu werden. Wir machen viele Stimm- und Gesangsübungen aus dem Theaterbereich.
Wir lassen uns die Worte auf der Zunge zergehen. Wir lernen unsere Stimmen einzusetzen. Wir entdecken in Chorarbeiten, wie Stimmen zusammen klingen.
Wir erforschen was stimmig ist. Wir entdecken, dass jedes Wort aus vielen Buchstaben besteht, und dass jeder Buchstabe gleich wichtig ist.
Wir untersuchen was ein Zuhörer ist, und wann ein Zuhörer gerne zuhört.
Wir lernen Nuschler kennen und finden heraus wie wir auf sie reagieren.
Wir beginnen mit Improvisationen in Fantasiesprache. Wir einigen uns auf eine allgemein verständliche Sprache. Wir fangen ganz einfach an. Ein Wort, ein Satz, der aus Subjekt, Prädikat und Objekt besteht. Ein Satz, der mit Adjektiven verziert wird.
Wir bergen das Gold und entdecken den großen Schatz, der in der Sprache verborgen liegt.

All dies bewerkstelligen wir mit Hilfe von Stabfiguren. Die Puppen fungieren als Stellvertreter. Die Kinder genießen die Anonymität hinter der Spielleiste. Sie sind selbst hinter schwarzem Stoff verborgen – und drücken sich über die Puppen aus. Die Puppen nehmen den Kindern die Befangenheit. Sie ermöglichen auch schüchternen Kindern aus sich heraus zu gehen. Bei der Abschlussvorstellung möchte jedes Kind gehört und verstanden werden, und somit lernen sie auf spielerische Weise sich gut auszudrücken und ihre Stimme zu gebrauchen.

Figuren-Theater Workshop: Wer bin ich eigentlich?

(4. Klasse Grundschule)

Wer bin ich?
Was mache ich hier?
Wohin gehe ich?

Das waren und sind die Fragen, die mich persönlich im Leben immer am meisten interessiert und am meisten motiviert haben. Als ich noch zur Grundschule ging, war es einzig der Religionsunterricht, der ansatzweise diese Fragen stellte und versuchte zu beantworten, auch auf den weiterführenden Schulen gab es kein Fach, dass mir meine brennendsten Fragen hätte beantworten können.

Die drei existentiellen Fragen, sind nach meiner Ansicht die spannendsten Fragen, die wir uns stellen können, weil die Antworten uns etwas über uns selbst erzählen.

Nachdem ich seit nunmehr 15 Jahren Figurentheater – Workshops für Kinder gebe und Theaterstücke mit Kindern inszeniere, möchte ich nun mal die Kinder und Puppen befragen, möchte herausfinden, welche Antworten wir finden während wir gemeinsam spielen und uns dabei auf die Suche begeben.

Dies ist kein Workshop indem ich den Kindern etwas beibringen will, sondern ein Workshop indem ich mich gemeinsam mit den Kindern auf Entdeckungsreise begeben will.

Vielleicht gibt es nach Abschluss des Workshops eine kleine Präsentation, vielleicht aber auch nicht.

Wir werden am Anfang, in der Mitte und am Ende des Workshops eine stellvertretende Figur für uns selbst bauen, wir werden unsere Schwächen und Stärken besser kennenlernen, wir werden herausfinden wie wir auf andere wirken, wir werden Selbst -bewusstsein entwickeln und vielleicht eine deutlichere Sicht darauf bekommen, wer wir sind, was wir hier machen wollen und wohin unsere Reise geht.

Dieser Workshop ist konzipiert für die 4. Klassen der Grundschule. Die Kinder der 4. Klasse befinden sich in einer Übergangssituation. Sie kommen in eine neue Lebensphase, und ich glaube, es ist eine gute Zeit für sie, mal kurz inne zu halten und zu entdecken wo sie stehen und wohin sie gehen.


"Kultur und Schule" Projekte für Realschulen und Gymnasien

Verliebt

Ein Theaterprojekt für Mädchen im Alter von 13 bis 16 Jahren.
(Das Projekt ist für 10 Teilnehmerinnen geeignet)

Kaum etwas wirft Mädchen in der Pubertät so sehr aus der Bahn wie die erste Verliebtheit.
Schmetterlinge im Bauch, Verlegenheit, Liebeskummer, erste Geheimnisse vor den Eltern, es geschieht eine Menge. Oft fühlt man sich unverstanden. Man fühlt sich zu dünn oder zu dick, nicht liebenswert genug, gehemmt, unsicher.

In diesem Figuren- und Impro- Theaterprojekt spüren wir der Verliebtheit nach.

Wir bauen Figuren, die uns die Möglichkeit geben uns auszudrücken aber selber anonym zu bleiben, improvisieren Szenen. Wir schreiben Texte, malen Bilder, überprüfen unsere Vorstellungen, gestalten unsere Träume, entdecken Strategien zur Bewältigung von Liebeskummer und vor allem tauschen uns aus. Viele spannende Spiele aus dem Bereich des Impro -Theaters helfen uns Selbstvertrauen zu gewinnen, während uns die Figuren helfen eine Stimme zu finden.

Wir erfahren mehr darüber, wer wir sind, was wir wollen, wohin unsere Reise gehen soll.

Wir schließen nach einem Halbjahr den Kurs mit einer Performance ab, einem bunten Mix aus Poetry-Slam, Figuren- und Schattentheater Improtheater und Schauspiel, die wir entweder filmen oder bei Bedarf einem Publikum vorführen.


Selbstverwirklichung in der Arbeit, Dein Ruf – Deine Gabe

Eine Mischung von Figuren- und Improtheater geeignet für das  9. und 10. Schuljahr

Figuren- und Impro-Theater eignen sich hervorragend dazu ein bestimmtes Thema zu beleuchten, es mal von allen möglichen Seiten zu betrachten, es mal auf den Kopf zu stellen.
Die Jugendlichen stehen auf der Schwelle in ihr neues Leben und haben oft nicht die geringste Ahnung wohin ihr Weg führen soll.
In dem Workshop soll den Jugendlichen nichts gelehrt oder beigebracht werden.
Es geht eher darum Fragen zu stellen und sie in der Gruppe gemeinsam zu beantworten.
Was ist Arbeit? Wie definierst du Arbeit? Wie stellst du dir dein Leben vor?
Wie willst du morgens aufstehen? Willst du darauf brennen zur Arbeit zu gehen, oder willst du aus Pflichtbewusstsein gehen? Willst du lieber das Arbeit für dich etwas ist, was dein inneres Feuer ausmacht, oder willst du nur zur Arbeit gehen um Kohle zu verdienen?
Willst du ein Rädchen im Getriebe sein, oder jemand der etwas bewegt?
Arbeit ist ein Ausdruck deiner Selbstentfaltung.
Was ist Leben? Was ist Lebenswert? Was macht für dich ein erfolgreiches Leben aus?
Was sind deine größten Stärken, deine Begabungen, was sind deine Talente? Was sind deine Fähigkeiten? Was liebst du? Was macht dir Spaß? Womit kannst du dich stundenlang beschäftigen?
Und: Wie sehen dich die anderen? Wie reagieren die anderen auf dich? Wann reagieren die anderen mit Freude und Anerkennung auf dich?
Wir begeben uns auf die Suche nach dem roten Faden in uns und die Figuren und Improspiele helfen uns dabei ihn besser zu erkennen.

Am Anfang bauen wir eine einfache Stabfigur, die stellvertretend für uns agiert.
Die Spielleiste, hinter der die Spieler verborgen sind, gibt Anonymität und fördert den Mut uns zu zeigen. Nachdem wir unserer Figur auf eine Reise durch viele Fragen geschickt haben, nachdem wir ihn mit vielen Figuren im Außen in Rollenspielen konfrontiert haben, bauen wir noch einmal eine neue Figur. Eine Figur, die ein paar Antworten gefunden hat, auf die Frage: Wer bin ich eigentlich?
Was mache ich hier? Und wo gehe ich hin?

Der Workshop ist geeignet für eine Gruppe von 10 Schülern.